Erforschen Sie Lužnica

Geschichte

Geschichte

Die geschichte von Lužnica

Das Schloss wurde wahrscheinlich Anfang des 18. Jh. erbaut. Die früheste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1761, in der die Einweihung der Grafenkapelle beurkundet wird.

Die ersten Besitzer von Lužnica waren die Adeligen Čikulini, eine adelige Familie italienischer Herkunft, die im 16. Jahrhundert nach Kroatien kam. Im 18. Jahrhundert geriet Lužnica nach vielen Teilungen und Streitigkeiten zwischen den Adeligen in das Besitztum der Familie des Barons Rauch und wurde später zu ihrem Hauptsitz. Familie Rauch ist deutscher Herkunft und kam Mitte des 17. Jahrhunderts nach Kroatien. Einige Familienmitglieder spielten eine wichtige Rolle in der damaligen Politik. Nach dem Tod des letzen Mitgliedes der Familie Rauch haben die Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul das Schloss samt dazugehörigem Gelände im Jahre 1925 von der Witwe Ana erstanden, um einen Wohnsitz für ältere und kranke Schwestern zu errichten.

Das große von den Vinzentinerinnen sorgfältig betriebene Landgut diente jahrelang der Verpflegung von armen Kranken, die im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in der Vinogradska Straße in Zagreb gepflegt wurden, und der Versorgung des Mutterhauses, welches bis heute in Zagreb liegt.

Aus der engen Bindung der Vinzentinerinnen zur Gottesmutter Maria und aus Liebe zu Ihr verliehen die Schwestern dem Schloss Lužnica 1928 den Namen „Marijin dvor“ („Das Marienschloss“), unter dem es künftig als geistliches Bildungszentrum geführt wird.

Das Charisma der Vinzentinerinnen

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul, die schon 160 Jahre in Kroatien und weltweit (Europa, Nord- und Südamerika) tätig ist, ist eine der ältesten tätigen Orden in Kroatien mit Generalsitz in der Frankopanska Straße in Zagreb. Ihr Charisma – Christus in jedem Menschen zu lieben – leben die Vinzentinerinnen im Rahmen ihrer pädagogisch-edukativen und sozial-karitativen Tätigkeiten.

Die pädagogisch-edukative Dimension üben sie in Kindergärten, Kinderheimen, Schulen und anderen Erziehungsinstitutionen aus. Die sozial-karitative Dimension ihres Charismas verwirklichen die Schwestern durch Pflege von Kranken, Alten, Verlassenen und Vergessenen in Altersheimen und Krankenhäusern. Viele solcher Institutionen wie beispielsweise die Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern in Zagreb, Zemun (Serbien) und Plovdiv (Bulgarien), sowie die Altersheime u.a. in Zagreb konnten die Schwestern dank ihrer Opferbereitschaft und Bescheidenheit erbauen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg machte das kommunistische Regime die Ausbildungstätigkeit der Vinzentinerinnen unmöglich, erschwerte die karitative Tätigkeit sehr und konfiszierte einen Großteil ihres Besitzes. Diese schwierige Zeit überlebten die Vinzentinerinnen nur durch schwere physische Arbeit auf den übriggebliebenen Länderein in Lovrečina und Lužnica.

Der demokratische Umbruch Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts brachte neue, große Möglichkeiten für das Leben im Geist der Vinzentinerinnen, und zwar insbesondere im Erziehungs- und Ausbildungsbereich. Aus diesem Grund eröffneten die Vinzentinerinnen erneut eigene Kindergärten, Schulen und Mädcheninternate und widmeten sich der Arbeit mit Jugendlichen bei Workshops oder Jugendbegegnungen. Die Bedürfnisse unserer Zeit brachten die Vinzentinerinnen zum Entschluss, einen wagemutigen Schritt zu machen und ihr wunderschönes Barockschloss mit dem großen Waldpark umzugestalten und dem modernen Menschen als geistliches Bildungszentrum unter dem Namen „Marijin dvor, Lužnica“ („Marienschloss Lužnica“) zur Verfügung zu stellen. In diesem harmonischen Ambiente, wo sich das altertümliche kulturelle Schloss und die Schönheit der umgebenden Natur treffen, wollen die Vinzentinerinnen dem oft erschöpften Menschen von heute eigene Programme zur geistlichen Erfrischung und Frieden anbieten.


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